Eine SSD sieht manchmal wie eine kleine Platine aus. Trotzdem kann sie geschäftskritische Datenbestände enthalten; klassische HDD-Verfahren sind nicht automatisch übertragbar.
Warum SSDs anders sind
SSD-, NVMe- und M.2-Speicher arbeiten mit Halbleiterspeicher. Ihre Datenorganisation und interne Speichersteuerung unterscheiden sich von klassischen magnetischen Festplatten. Vor einer Aussonderung muss deshalb das geeignete Verfahren für die konkrete Bauform bestimmt werden.
Speicher aus Notebooks und Arbeitsplatzrechnern
Geräte können austauschbare 2,5-Zoll-SSDs, schmale M.2-Module oder fest verlöteten Flash-Speicher enthalten. Ein äußerlich ähnlicher Rechnerbestand kann somit unterschiedliche Ausbau- und Behandlungswege erfordern.
Server und Storage berücksichtigen
In Servern, Speichersystemen und Appliances kommen oft mehrere Module pro Gerät zum Einsatz. Die IT sollte die Datenträgerzuordnung vor dem Ausbau dokumentieren, insbesondere bei verteilten Datenbeständen und technischen Redundanzen.
Sichere Übergabe und Lagerung
Ausgebaute Flash-Medien sind klein und leicht zu verwechseln. Gezählt, geschützt verpackt und eindeutig den jeweiligen Auftragsteilen zugeordnet, lassen sie sich kontrolliert übernehmen. Die konkrete Erfassungstiefe wird vereinbart.
Vernichtung nach aktueller Norm einordnen
Für physische Datenträgervernichtung wird die aktuelle ISO/IEC 21964 berücksichtigt. Welche Materialklasse und Sicherheitsstufe geeignet sind, hängt vom Medium und Schutzbedarf ab; eine pauschale Vernichtungszusage für jede SSD wäre fachlich unpräzise.