Eine Schutzklasse charakterisiert den Informationsschutzbedarf. Die Sicherheitsstufe beschreibt das jeweilige Vernichtungsergebnis innerhalb einer Materialklasse.
Was eine Schutzklasse beschreibt
Der Schutzbedarf richtet sich danach, welche Folgen ein Informationsverlust oder eine Rekonstruktion hätte. Dabei ist die Sensibilität der gespeicherten Daten maßgeblich – nicht allein die Größe oder das Alter des Geräts.
Sicherheitsstufen haben einen Materialbezug
Die Stufenbezeichnung besteht aus Materialkategorie und Sicherheitsniveau. Magnetische Festplatten und elektronische Halbleiterspeicher können deshalb trotz vergleichbarem Schutzbedarf unterschiedliche Verfahrensanforderungen haben.
H-5 und E-5 richtig verstehen
H-5 betrifft entsprechende magnetische Datenträger, E-5 elektronische Datenträger. Die Kennzeichnungen sind nicht austauschbar und dürfen nicht ohne Prüfung für andere Medienarten oder sämtliche Aufträge verwendet werden.
ISO/IEC 21964 als aktueller Bezugsrahmen
Die ISO/IEC 21964 ist für die heutige Einordnung maßgeblich. Historische Verweise auf DIN 66399 dürfen die aktuelle Normangabe nicht ersetzen. Vor einem Auftrag müssen die technischen Anforderungen anhand des tatsächlichen Schutzbedarfs konkretisiert werden.
Zertifizierungsumfang und Nachweis unterscheiden
Das DEKRA-Zertifikat weist den jeweils dokumentierten Unternehmensumfang aus. Zusätzlich muss ein einzelner Auftrag über die vereinbarten Übergabe- und Vernichtungsschritte nachvollziehbar dokumentiert werden.