Die folgenden Informationen erläutern, welche Aussagen ein Zertifikat stützt und welche Nachweise zusätzlich zum einzelnen Auftrag gehören.
Zertifizierung und Geltungsbereich
Das DEKRA-Zertifikat ist ein Nachweis für den darauf ausgewiesenen Zertifizierungsumfang des Unternehmens. Entscheidend sind der genaue Zertifikatsinhaber, die Normangabe sowie die aufgeführten Tätigkeiten und Rahmenbedingungen. Eine allgemeine Aussage, jedes denkbare Verfahren sei zertifiziert, lässt sich daraus nicht ableiten.
Aktuelle Norm ISO/IEC 21964-3
Die ISO/IEC 21964 dient zur Einordnung der sicheren Datenträgervernichtung. Das Zertifikat bezieht sich auf den darin bezeichneten Teil der Normenreihe und den dokumentierten Geltungsbereich. Schutzbedarf, Materialklasse und Sicherheitsstufe müssen beim einzelnen Auftrag gesondert zum Datenträger passen.
Unternehmenszertifikat und Vernichtungsnachweis
Ein Zertifikat beschreibt geprüfte Strukturen und Prozesse. Es ersetzt keinen Nachweis über die tatsächliche Behandlung eines konkreten Datenträgers. Für einzelne Projekte können je nach Vereinbarung Übergabeprotokolle, Bestandslisten und ein auftragsbezogener Vernichtungsnachweis sinnvoll sein.
Originaldokument vor der Beauftragung prüfen
Vertrauenswürdige Zertifikatskommunikation bedeutet, das echte Dokument in lesbarer Form verfügbar zu machen. Maßgeblich sind die darin enthaltenen Angaben, etwa Zertifikatsnummer, Geltungsbereich und Gültigkeitsdauer. Ein Siegelbild allein kann diese Informationen nicht vollständig vermitteln.
Sichere Datenträgervernichtung anfragen
Unternehmen sollten frühzeitig Datenträgerarten, Anzahl, Standorte, Schutzbedarf und gewünschte Nachweise nennen. Damit können mögliche Sicherheitsstufen, Transportanforderungen und Dokumentationsformen projektbezogen abgestimmt werden. Eine Zertifizierung ersetzt diese konkrete Planung nicht.